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Im Seitenbanner ist unsere Sternwarte in gut erkennbarer Größe abgebildet. Der Kuppeldurchmesser beträgt 15 Fuß, das sind 4,57 m.

Wichtigstes Instrument der Sternwarte ist das Teleskop.

Teleskop1Unser Hauptinstrument ist ein Spiegelteleskop, Celestron C 14 mit einem Spiegeldurchmesser von 35,6 cm. Die Brennweite beträgt 3910 mm. Der Bauart nach ist es ein Schmidt-Cassegrain. Hierbei ist der Spiegel eine Kugelschale. Die dadurch bedingten Abbildungsfehler werden durch eine Korrekturplatte, die Schmidt-Platte am oberen Ende des Tubus behoben. In der Mitte der Schmidt-Platte ist ein konvex geformter Spiegel montiert, der das Licht in eine Öffnung im Hauptspiegel zurückwirft. Hinter dem Hauptspiegel ist der Okularauszug angebracht.

Durch diese Konstruktion lässt sich bei sehr kurzer Baulänge eine große Brenweite realisieren.

Dieses System wurde in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts von dem Optiker Bernhard Schmidt an der Sternwarte Hamburg entwickelt, und zwar als Astrokamera, mit man man bis an die Ränder scharfe, unverzerrte Aufnahmen bekommt.

Später kam ein Hersteller in den USA auf den Gedanken, diese "Schmidt-Kamera" zu einem Teleskop umzubauen, das mit einem Okular ausgestattet werden kann.

Schmidt-Cassegrain-Teleskope sind daher zur Astrofotografie hervorragend geeignet.

Nach einer Faustformel soll die Maximalvergrößerung bei einem Teleskop nicht mehr als 2fache des Objektivdurchmessers in mm betragen, so dass wir bis über 700fach vergrößern könnten. Paul Ahnert, ein bekannter Astronom der früheren Sonnenberg-Sternwarte in Thüringen, empfehl jedoch, bei Spiegelteleskopen nicht über das 1,5fache des Durchmessers hinauszugehen. Dann hätten wir immer noch eine sinnvolle Maximalvergrößerung von 544fach.

Mit unseren Okularen schaffen wir aber gerade mal 391fache Vergrößerung. Und auch die verwenden wir nur bei Mond und Planeten, wenn die Sicht hervorragend ist. Meist müssen wir uns mit Vergrößerungen von höchstens 300fach benügen,  aber in Regel gehen wir kaum über 200fache Vergrößerung hinaus.

Die sinnvolle Maximalvergrößerung wird nämlich nicht nur von der Optik vorgegeben, sondern auch von den atmosphärischen Bedingungen. Und die sind nun mal bei uns nicht die allerbesten.

Sonnenfilter
Wir beobachten mit diesem Teleskop auch die Sonne. Würde das Sonnenlicht ungebremst ins Teleskop gelangen, wäre es augenblicklich zerstört durch die gewaltige Hitze, die dabei entstehen würde. Wir benutzen daher einen Sonnenfilter und verkleinern auch gleichzeitig die Teleskopöffnung auf ca. 15 cm. Der Filter lässt noch ein Hunderttausendstel des Sonnenlichts passieren.  Damit können wir ungefährdet für das Teleskop und vor allem für unsere Augen die Sonne längere Zeit beobachten.

Wir können mit diesem Filter auf der Sonne gut die Sonnenflecken erkennen, falls gerade welche zu sehen sind. Wie sauber oder befleckt die Sonner zur Zeit aussieht, können sie auf der Startseite dieser Website erkennen.






SonnenteleskopDie Sonne können wir auch mit diesem Instrument beobachten. Es ist ein reines Sonnenteleskop, eher ein Telesköpchen, mit einem Objektivdurchmesser von 40 mm und einer Brennweite von 400 mm. Es hat einen permanent eingebauten H-Alpha-Filter, der nur Sonnenlicht in einem sehr engen Farbspektrum durchlässt.

Vor allem am Sonnenrand sieht man damit sehr gut Protuberanzen, Materieausbrüche von der Sonnenoberfläche. Dieses Sonnenmaterial fällt in der Regel wieder auf die Sonne zurück. Wenn der Ausbruch jedoch besonders heftig ist, kann das Material tief ins Sonnensystem geschleudert werden und auch die Erde treffen. Das Magnetfeld der Erde fängt die meisten Sonnenteilchen ein und leitet sie in Polnöhe auf die Erdoberfläche.

Uns fällt dies auch auf, und zwar erscheinen in nördlichen und südlichen Regionen der Erde herrliche Polarlichter. Bei einem zu heftigen Sonnensturm können, wenn er die Erde trifft, diese Teilchen auch in elektrische Anlagen geraten und dort zu Überspannungen und Kurzschlüssen führen.

Montierung 1Ein sehr wichtiges Teil in der Sternwarte ist die Montierung. Sie verbindet das Teleskop mit der Säule oder dem Stativ und sorgt dafür, dass das Teleskop zuverlässig auf jede Stelle am Himmel ausgerichtet werden kann. Unsere alte Montierung war ausgeleiert, wir mussten eine neue anschaffen und haben uns für eine 10Micron GM 3000 entschieden. Sie ist sehr leistungsfähig und kann von sich aus jedes über dem Horizont stehende Objekt ansteuern.

Das bisher so lästige Suchen entfällt.

montierung neu 2Links die Montierung von der Seite. Sie ist deutlich größer und höher als die alte Montierung. Man benötigt eine etwas größere Leiter als früher, und man kann jetzt auch Beobachtungen im Zenit durchführen, ohne Gefahr zu laufen, den Hals zu verrenken.

Ich freue mich schon auf die Beobachtungsabende mit der neuen Montierung.