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Der Sternenhimmel im Laufe des Jahres

Auf dieser und den folgenden Seiten werde ich etwas zum Sternenhimmel in den einzelnen Monaten sagen. Auf Planeten werde ich nicht eingehen, auch wenn sie auf den gezeigten Karten erscheinen. Ihnen ist eine eigene Seite gewidmet, die noch etwas ausgebaut werden wird.

Im Verlauf der Jahreszeiten finden wir immer andere Sterne am Himmel. Man hat nun in der Astronomie besonders helle Sterne oder bemerkenswerte Konstellationen, die in den einzelnen Jahreszeiten besonders gut zu sehen sind, zu geometrischen Konstruktionen zusammengefasst.

frühlingsdreieckIm Frühling dominiert das Frühlingsdreieck den Abendhimmel. Es wird gebildet aus den hellen Sternen Arktur (Bootes) Spica (Jungfrau) und Regulus (Löwe).

Innerhalb des Frühlingsdreiecks finden wir zahlreiche Galaxien, die entweder dem Jungfrauen-Galaxienhaufen (Virgo-Cluster) oder der Leo-Gruppe im Löwen angehören. Nach der Erneuerung der Montierung in unserer Sternwarte sind wir in der Lage, mit unserem Teleskop jede einelne dieser Galaxien punktgenau anzusteuern.

Dies gilt auch für die anderen Galaxien, so für M 104, die Sombrero-Galaxie in der Jungfrau an der Grenze zum Sternbild Rabe, die nicht zum Virgo-Cluster gehört, und die Galaxien in den Jagdhunden und im Großen Bären.

Der Virgo-Cluster erstreckt sich bis ins Sternbild Haar der Berenike. In diesem Sternbild finden wir mit M 53 auch einen Kugelsternhaufen, der fast 60.000 Lichtjahre von uns entfernt ist, das ist rund doppelt so weit wie die anderen, die wir im Sommer aufsuchen.

Natürlich beschränken wir uns nicht nur auf die in diesem kleinen Kartenausschnitt gezeigten Objekte.


sommerdreieckIm Sommer wird das Frühlingsdreieck vom Sommerdreieck abgelöst, deseen Eckpunkte von den Sternen Deneb (Schwan), Wega (Leier) und Atair (Adler) gebildet wird.

Innerhalb des Dreiecks und in seiner unmittelbaren Nachbarschaft finden wir so interessante Objekte wie M 57, den Ringnebel in der Leier, und M 27, den Hantelnebel im Füchschen. Die Karte ist einem in französischer Sprache entwickelten Programm erstellt worden. Die Ersteller haben wohl bei der Übertragung ins Deutsche Probleme mit der Aussprache von "Füchschen" gehabt und das Sternbild kurzerhand "Fuchs" genannt.

M 56 in der Leier ist ein Kugelsternhaufen in 33.000 Lichtjahren Entfernung. M 71 im Pfeil ist ebenfalls ein Kugelsternhaufen in 13.000 LJ Distanz. Damit ist er uns besonders nahe. Mit einem Alter von 9 bis 10 Milliarden Jahren ist er für einen Kugelsternhaufen auch recht jung. Die Astronomen konnten sich lange nicht entscjheiden, ob es ein Kugelsternhaufen oder ein dicht gedrängter offener Sternhaufen ist.

Mit einem Durchmesser von 36 Lichtjahren zählt er auch zu den kleineren Kugelsternhaufen.

M 29 im Schwan ist ein offener Sternhaufen, ungefähr 4000 Lichtjahre entfernt. Aber so genau weiß man es nicht. Auch seine Größe ist nicht genau bekannt. Er steht im Band der Milchstraße, und da ist es gar nicht einfach zu entscheiden, welche Sterne zum Haufen gehören und welche nur Hintergrundsterne sind.

Der Schwan wartet unweit seines Hauptsterns Deneb mit einem fantastischen Objek auf, das man am besten bei sehr dunklem Himmel sehen kann. Dann reicht ein Fernglas bereits aus.

Es ist ein Gasnebel, NGC 7000, der mit seiner Form an die Umrisse Nordamerikas erinnert. Er heißt auch Nordamerikanebel.

Noch was zur Leier. Nahe bei Wega steht der Stern Epsilon Lyrae. Mit bloßem Auge ist es ein kleines Sternchen. Im Fernglas sieht man, dass es sich um einen Doppelstern handelt.

HerbstquadratFür den Herbst reicht ein Dreieck nicht mehr aus. Es muss ein Viereck sein, das fast einen quadratischen Eindruck macht. Deshalb auch Herbstquadrat.

Es besteht aus den drei hellsten Sternen des Pegasus und dem hellsten Stern der Andromeda. Alpha Andromeda gehörte bis 1930 beiden Sternbildern an. Dann wurde von der Internationalen Astronomischen Union festgelegt, dass ein Stern nur noch zu einem Sternbild gehöre kann.

Es begleitet uns während des Herbstes bis in den Winter hinein.

Viele wissen nicht, dass auch Pegasus ein Deep-Sky-Objekt zu bieten hat. Es ist M 15, ein Kugelsternhaufen, der einzige seiner Art, der im Herbst noch zu sehen ist.

Am bekanntesten in der Andromeda ist die Andromeda-Galaxie, die uns am nächsten gelegene größere Galaxie und hat die Messier-Bezeichnung M 31. Sie ist von uns 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt.

M 31 gehört, wie unsere Milchstraße, zur "Lokalen Gruppe" und ist deren größtes Mitglied. Begleitet wird sie von zwei kleinen Galaxien, M 32 und M 110, die wir auch im Teleskop erkennen können.

In dem der Andromeda benachbarten Sternbild Dreieck befindet sich M 33, auch Dreiecksgalaxie genannt. Sie ist knapp 3 Millionen Lichtjahre entfernt und ist deutlich kleiner als unsere Milchstraße oder gar M 31. Von M 31 trennen sie 750.000 Lichtjahre. Möglicherweise ist sie ein Begleiter der Andromedagalaxie. Aber da ist man sich noch nicht ganz sicher.

WintersechseckDer Winter ist die Zeit der langen Nächte und der schönsten Sternbilder. Sein größter Nachteil: Es ist oft ganz schön kalt, vor allem, wenn der Himmel klar ist.

Da kommt man mit einem Drei- oder Viereck natürlich nicht aus. Es muss schon ein Sechseck sein. Die Ecksterne dieses Sechsecks sind Capella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund und Pollux in den Zwillingen.

Innerhalb des Wintersechsecks finden wir schon zahlreiche Deep-Sky-Objekte, mit denen man einen Beobachtunsabend füllen kann. Da wären zunennen die offenen Sternhaufen M 35 (Zwillinge), M 36, M 37 und M 38 (Fuhrmann), und etwas außerhalb des Sechsecks M 45 (Stier), auch Plejaden oder Siebengestirn genannt, und M 41 im Großen Hund.

M 1 im Stier, der Krabbennebel, ist ein Supernovarest. Die Supernova, der Kollaps eines massenreiches Sterns, wurde im Jahre 1054 auf der Erde gesehen. Vor allem in China wurde dieses Ereignis aufmerksam registriert. Die Supernova war sogar am Tageshimmel zu sehen gewesen.

Charles Messier hatte diesen Nebel im September 1758 entdeckt, als er Ausschau nach dem Halleyschen Kometen hielt, dessen Wiederkehr für Ende 1758 von Edmond Halley vorausberechnet worden war. Messier stellte jedoch schnell fest, dass sich das von ihm gefundene Objekt nicht bewegte, also kein Komet sein kann, sondern dem Reich der Sterne außerhalb unseres Sonnensystems angehören muss. Das veranlasste ihn, einen Katalog mit nebelartigen Objektiven aufzustellen, damit man sie nicht mehr mit einem Kometen verwechseln konnte. M 1 ist 6300 Lichtjahre von uns entfernt.

Dieser Katalog verhinderte jedoch nicht, dass 1835 der Halleysche Komet erneut mit M 1 verwechselt worden ist.

Im Oktober 2918 Beteigeuz, linker Schulterstern des Orion und der zehnthellste Stern am Nachthimmel, zu schwächeln. Er wurde immer dunkler und man vermutete, dass er kurz vor einer Supernova steht. Inzwischen ist man der Auffassung, dass der Helligkeitsabfall andere Ursachen haben muss. Ende Februar 2020 wurde auch festgestellt, dass er wieder heller wird. Ob er seine alte Helligkeit wieder erreicht? Wir wissen es nicht. Auf Grund seiner Masse (15- bis 20fache der Sonnenmasse) wissen wird, dass er als Supernova enden wird. Ob dies morgen der Fall sein wird oder in 700.000 Jahren, ist jedoch unbekannt. Auch 700.000 Jahre sind astronomisch gesehen ein Wimpernschlag.